In der deutschsprachigen Schweiz gibt es schon seit vielen Jahren mehrfache Anfragen für ein Karmelitinnenkloster. Eine Neugründung eines Karmel heute sollte meines Erachtens besonders die Wurzeln im Sinne eines „Refounding“ in den Mittelpunkt stellen, d.h. einer Erneuerung durch das bewusste Zurückgehen auf die ursprüngliche Spiritualität des Karmel und sie verbinden mit den Erfordernissen unserer Zeit. Das beinhaltet folgende zentrale Elemente: die Ordensgelübde, tägliche Eucharistiefeier, Psalmengebet (5 Gebetszeiten), zwei Stunden Kontemplation, gemeinsame Mahlzeiten und Rekreation (Erholung), Wüstentage, Betonung des Verweilens in der Zelle zur Arbeit und Gebet, Ikonenmalerei nach der traditionellen Weise, Erstellung von Ikonenkarten und individuell gestalteten Grußkarten, Biogarten- und Hausarbeit; Klausur (Abgrenzung nach außen und Zeiten des Schweigens); einfacher Lebensstil hinsichtlich Nahrung (vegetarisch); Kommunikation im Sinne von Teamgeist und gegenseitiger Wertschätzung; Ort der Stille und Kontemplation für Menschen unserer Zeit – ein „Karmel Taborlicht“.
Das hier gemeinte „Refounding“, Neugründung, habe ich ausführlich in meinem Artikel: „Teresas Reform- und Gründungswerk – ‚Refounding’ des Karmel aus dem Geist des Ursprungs“ in Geist und Leben, 3-2009, sowie in meinen Büchern: Contemplatio. Die Mystik des Karmel aus Quellen frühchristlicher Kontemplation. Die vergessenen Wurzeln des Karmel. Spuren orthodoxer Eremiten und ihre spirituelle Bedeutung heute., und in der CD: Der Berg Karmel. Geburtsstätte des Karmelitenordens an einem Ort frühchristlich-morgenländischer Eremiten., beschrieben. Gerne beantworte ich Ihre Mails, wenn Sie Interesse und Fragen zu diesem Projekt haben. Besonders ansprechen möchte ich interessierte Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Über eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich.